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Kulinarisch Reisen – Italien

Südtirols gastronomische Vielfalt

Lana liegt umgeben von Weinbergen und Apfelbäumen zwischen Meran und Bozen im Etschtal. „Die größte und älteste Apfelanbaugemeinde Südtirols mit den umliegenden Ortschaften Völlan, Vigiljoch, Tscherms, Burgstall und Gargazon (u.a. Raffeiner Orchideen Welt) bietet den Urlaubern ganzjährig Angebote“ erzählt mir Elisa Cornacchia vom Tourismusverein (www.lana.info) bei unserem Treffen. Schnell wird klar, warum die Ferienregion so beliebt ist, denn hier wird reichlich mediterran-alpine Vielfalt geboten. „Genuss und Kultur, Entspannung und Natur kennzeichnet die Region, die sich von den flachen Ortskernen bis hin zur hohen Bergwelt entfaltet.“ Auch was die Gastbetriebe angeht, bleiben in Lana keine Wünsche unerfüllt. „Mit LanaQuality haben alle zusammen eine branchenübergreifende Qualitätsoffensive ins Leben gerufen, deren Gütesiegel Restaurants, Buschenschank-Betriebe, Cafés und Bars auszeichnet. Damit ist eine vorzügliche und abwechslungsreiche Küche gewährleistet, egal ob es sich um ein traditionelles Gasthaus (z.B. Turmwirt), eine exklusive Gourmet-Adresse (z.B. Kirchsteiger, Miil & Alpianum) oder eine beliebte Pizzeria wie die Lan.Arena handelt. Hier lassen wir unser Treffen bei einem Mittagessen (u.a. mit fantastischer Holzofenpizza und traditionelles Fleischgericht) ausklingen. Zum Abschied weist mich Elisa noch auf die Lana-Highlights im Mai hin, zu denen u.a. das Wandercamp, die Wildkräuter-Wochen, LanaLive und Lana Meets Jazz gehören.

Ein Geheimtipp ersten Ranges ist das bereits angesprochene Vigiljoch. Von Lana aus fährt seit 1912 eine Seilbahn auf den Hausberg, wo sich das 2003 eröffnete Vigilius Mountain Resort (www.vigilius.it) befindet. Eine Minute von der Bergstation entfernt, hat Unternehmer Ulrich Ladurner (Dr. Schär) im autofreien Naturschutzgebiet ein Refugium der Extraklasse geschaffen. Holz- und Glasflächen prägen das Erscheinungsbild des Fünf Sterne-Hotels (TV im Zimmer nur auf ausdrücklichen Wunsch), dass unter der Regie des renommierten Architekten Matteo Thun entstand. Rezeptionsleiter Mathias Gasser führt mich durch das beeindruckende Resort (u.a. mit piazza & Bibliothek) und erklärt mir die unter dem Motto ´einfach: sein´ zusammengefasste Philosophie des Betriebs, „die auf den Bausteinen Ankommen, Geniessen, Wohlfühlen und Zusammenfinden basiert.“ Zur wohltuenden Stille auf knapp 1.500m Meereshöhe gehört im ersten Klimahaus A-Hotel Italiens aus natürlichen, nachwachsenden Materialien selbstverständlich ein erstklassiger Spa- und Wellness-Bereich mit move & explore-Programm. Damit man sich rundum wohlfühlt, spielt der Genuss im VMR eine tragende Rolle. Unter der Regie des neuen Küchenchefs Filippo Zoncato kreiert sein Team in der traditionellen Stube ida und dem Restaurant 1500 leichte, moderne Südtiroler Küche und feinste internationale Speisen. Auch den Produkten der Region wird dabei gebührender Platz eingeräumt. Das Degustations-Menü (Antipasti-Jakobsmuscheln in Granatapfel gebraten, Warme Vorspeise-Kräuterravioli, Fleisch-Rosa gebratenes Biomilchkalb und das Dessert-Weisse Schokoladen-Mangocreme) war äußerst gelungen. Dazu gesellt sich eine exzellente Auswahl edler Weine. Die acht Minuten zwischen Abfahrt und Ankunft mit der Seilbahn sind die direkte Verbindung in ein nostalgisches Naturparadies das wahrhaft seinesgleichen sucht. Hier lädt die Natur und das mehrfach ausgezeichnete VMR ein, mit allen Sinnen auf Entdeckungsreise zu gehen.

Burgstall, Nachbargemeinde von Lana, bietet in Sachen Kulinarik mit dem Hidalgo (www.restaurant-hidalgo.it), Partner der Ferienregion Lana, etwas ganz Besonderes. Seit 38 Jahren führt der gelernte Koch und Ausnahme-Gastronom Otto Mattivi das mediterrane Grill-Restaurant. Schnell wird bei einem ersten Gespräch klar, Stillstand bedeutet für ihn Rückschritt. In privater wie beruflicher Hinsicht. Otto Mattivi ist ein Macher, hat viel gewagt und gewonnen, zuletzt durch seine Reisen nach Japan und die Mitgliedschaft in der exklusiven ´Kobe Beef Association´. Heute pilgern Feinschmecker aus der ganzen Welt (u.a. DFB-Spieler) in sein Restaurant, zu dem auch 20 exklusive Suiten & Wellnessbereich mit Frühstücksangebot gehören, die von Christine Windisch betreut werden. „Lissy, die übrigens Veganerin ist, habe ich vor ein paar Jahren durch eine Auftragsarbeit erst kennen- und dann liebengelernt“ gibt Energiebündel Otto sichtbar bewegt zum Besten. Ruhepol Lissy, deutlich jünger als er, ist als erfolgreiche Schauspielerin, Autorin und Performancekünstlerin aus Berlin zurück nach Südtirol gekommen und hat diesen Schritt nicht bereut. Beide kümmern sich voller Engagement und Leidenschaft um die Gäste, „die vor allem wegen der Fleisches-Lust zum Restaurant im Restaurant“ kommen. Denn mit seinem ´Hidalgo Beef Tasting´ liegt das charmante Paar ganz weit vorne. Schon das Angebot aus gutbürgerlicher Südtiroler Küche/der mediterranen Küche Italiens (u.a. Süßkartoffelcremesuppe, Haustatar vom Rind, Hirschcarpaccio mit sautierten Steinpilzen) gleicht einer Gourmetreise, getoppt wird dies aber noch im japanisch gestalteten Bereich. „Dort bieten wir das zarteste und teuerste Fleisch der Welt an. Originales Kobe Beef & Wagyu aus Japan & Südtirol. Aber auch neuseeländisches Ocean Beef. Unser fachkundiges Personal steht mit Weinempfehlungen zur Seite und macht aus der exklusiven Fleischverkostung seit Herbst 2015 ein informatives Event.“ Unterhaltsam wir dies umsomehr, wenn das Paar sich dazugesellt und schon Wagyu-Veredelungen wie Salami und Schinken, Carpaccio-Duett vom Kobe Beef und Kobe Beef Ravioli für einen Gaumenschmaus sorgen. Eine vergnügliche Reise um die Welt, bei dem man sich das einzigartige Geschmackserlebnis im wahrsten Sinne des Wortes auf der Zunge zergehen lassen kann. Schon alleine die Marmorierung läßt Freude aufkommen. Gemäß der Hidalgo-Philosophie geniesst man das Fleisch am liebsten pur oder mit passender Beilage. Der jung gebliebene Querdenker hat als Urgestein der Südtiroler Gastro-Szene schon weitere Ideen im Kopf, die er aber „noch nicht verraten will. So bald wie möglich will ich mit Lissy auf die Halbinsel Kamtschatka fliegen, um ihr zu zeigen, wo ich bereits an Gastro-Events teilgenommen habe, die mich bis heute beeindrucken“ fügt Otto Mattivi zu später Stunde an.

Auch Meran 2000 (www.meran2000.com) hat ganzjährig Saison. Ob beim Wandern, Mountainbiken, Paragleiten, auf dem Klettersteig, mit dem Alpin Bob oder beim Winterurlaub mit Skilaufen, Skitouring, Rodelpiste, Langlaufloipe, Winterwanderwegen und Schneeschuhwanderungen. Hier kann man nach 7min Fahrt mit der Bergbahn hoch über Meran dem Alltag entfliehen und in 12 Hütten (viele davon auch zu Fuß erreichbar) kulinarische Erinnerungen schaffen. Oder man kommt über Hafling nach Falzleben, um von dort nach oben auf den Piffing zu gelangen. Das Markenzeichen der Ferienorte auf dem Hochplateau über Meran sind die weltweit bekannten Haflinger Pferde. Wer nicht auf die Gipfel wie u.a. den Plattinger will, läßt einfach nur die Seele baumeln. Für ein genussvolles Erlebnis am Berg ist bei einem Urlaub auf der Sonnenterrasse Merans allemal gesorgt. Meran 2000, das Gebiet unter dem Ifinger, reicht bis auf 2.350m Meereshöhe und ermöglicht als sanftes Hochplateau vor allem Familien mit Kindern unzählige Aktivitäten in herrlicher Bergkulisse.


Ortswechsel: Das Hotel Pfösl (www.pfoesl.it) in Deutschnofen ist Mitglied der Vitalpina Hotels in Südtirol. Schon die Anreise macht klar: Hier haben wir es mit einem besonderen Naturhotel in einzigartiger Panoramalage inmitten von Wiesen und Wäldern zu tun. „Die Geschichte unseres 4*S-Hotels geht bis auf das Jahr 1510 zurück, um 1950 wurde das Bauernhaus von unseren Eltern zum Gasthof umgebaut, aus dem sich dann nach und nach das heutige Stammhaus und die Neubauten unverwechselbar entwickelt haben“ erklärt mir Brigitte Zelger. Sie führt zusammen mit ihrer Schwester Eva und deren Mann Daniel Mahlknecht das Pfösl. „Wir sind Gastgeber mit Herz und machen unseren Beruf aus Überzeugung. Ganzjährig zur Ruhe kommen und mit sportlichen Aktivitäten Kraft für den Alltag zu sammeln, ist uns ein besonderes Anliegen für den Gast.“ Dazu gehört der Dolomitenblick von jedem Fenster der unterschiedlichen Zimmer/Natursuiten/Chalets aus, der exzellente NaturSpa Wellness-Bereich u.a. mit dem fantastischen Panorama Infinity Pool, sowie die luxuriös zu nennende Kulinarik, die sich dem Motto ´natürlich. authentisch. ehrlich.´ anschliesst. „Frisch, leicht, regional und saisonal sind die Zutaten in meiner innovativen Naturgenuss-Küche“ sagt der langjährige Küchenchef Markus Thurner. Der Chefkoch, der nach Ausbildung in Südtirol und Weiterbildung in Frankreich zurück in die Heimat ging um eine Familie zu gründen, vereint mit seinem Team Genuss und Gesundheit. Dazu gehört auch die wöchentliche Küchenparty, die ankommenden Gästen den direkten Besuch beim Küchenteam erlaubt und wo man kleine Köstlichkeiten beim Gespräch direkt in der Küche verkosten kann. „Natürlich nehmen wir auf persönliche Wünsche Rücksicht“ führt Markus aus, „Weinempfehlungen oder Gormettipps wie Bergapfelsaft“ inklusive. Aber es ist in der Tat höchst unwahrscheinlich, dass der Gast bei Frühstück, Nachmittagsbuffet und Abendessen nicht auf seine Kosten kommt. Das vitale Salatbuffet, die Vitaldrinks, Suppen und warme Vorspeisen, Hauptgerichte wie Gekochter weisser Stangenspargel mit Boznersauce, Kresse, Dampfkartoffeln und Kräutercrumble (basisches Gericht), die Käseauswahl aus der Region oder das Blutrhabarbersorbet sind eine Hommage an die Kunst des Kochens. „Die alles gelingt uns nur durch kompetente Partner in der Region, für die Natürlichkeit, Spitzenlebensmittel und kompetente Betreuung dazugehören. Nichts geht in der Küche ohne Qualität um genussvoll und gesund zu Kochen oder Brot zu backen, wie in unserem über 300 Jahre alten Steinofen am Hotel“ gibt mir Markus abschliessend mit auf den Weg.

Genau wie Deutschnofen liegt auch Obereggen (8)www.obereggen.com) im Eggental (www.eggental.com), auf der Sonnenseite der Dolomiten. Hier treffen während des ganzen Jahres alpines Flair und italienische Lebensart vor dem atemberaubenden Panorama des UNESCO Welterbes Latemar aufeinander. Im Sommer ein riesiges Wander-, Kletter- und Bikerparadies, verwandelt es sich im Winter in eine Wintersportdestination der Spitzenklasse (Dolomiti Italy Skiressort) mit Pisten, Langlaufloipen, Schnee- und Winterwanderwegen. Wer Latemar und Rosengarten, Carezza und Obereggen entdecken will, braucht von Bozen aus nur rund 20 Autominuten. Mit den Bergbahnen Obereggen geht es dann ganz schnell in die wunderbare Naturlandschaft, die 2018 mit einem weiteren Highlight aufwartet: Die Berghütte Oberholz bietet Genuss auf 2.096m. Mit ihrer sonnigen 360°-Terrasse fügt sie sich perfekt in die Landschaft ein. Ein gemütlicher Rückzugsort, dessen Panoramafenster die Bergwelt in den Mittelpunkt rücken und alle Sinne ansprechen.

Anlaufstelle für Journalisten, Partner und Freunde Südtirols ist die IDM in der Landeshauptstadt Bozen. „Hinter dem Kürzel IDM verbirgt sich Innovation Development Marketing“ erklärt mir Frau Uta Radakovich bei unserem Treffen. Sie gehört schon lange Jahre zum IDM-Team und kümmert sich im Marketing-Bereich um die Public Relations. „Die IDM Südtirol“ führt die Journalistin weiter aus, „wurde 2016 gegründet und ist der Wirtschaftsdienstleister Südtirols. Ziel ist die nachhaltige Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Südtirol. Wir vermarkten die Tourismusdestination Südtirol und ihre Produkte und sind bestrebt Südtirol für Unternehmer, Start-ups und Talente zum attraktivsten Standort Europas zu machen.“ Aber auch Filmschaffende unterstützt die IDM bei Ihren Projekten. „Und wir sind Ansprechpartner für Unternehmen, die nachhaltig in den Standort Südtirol investieren möchten.“ Was den Gastronomie-Sektor angeht, ist die IDM auch aktiv. Man organisiert u.a. Messeauftritte auf der ProWein in Düsseldorf und der HOGA in Nürnberg. (www.idm-suedtirol.com)

Frank Keil

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