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KULINARISCH REISEN Maribor/Slowenien Perle der Drau-Region

Die Stadt Maribor mit ihren rund 112.000 Einwohnern liegt im Nordwesten Sloweniens inmitten der hügeligen Weinregion an der Drau mit dem grünen Pohorje-Gebirge (Naherholungs- & Skigebiet). Seit 1975 ist die zweitgrößte Stadt Sloweniens auch Universitätsstadt und war bereits 2012 Kulturhauptstadt Europas. Maribor lässt sich selbständig oder zusammen mit einem versierten Gästeführer wie Herrn Martin Belg (via TIC Maribor) entdecken. Zu den Top-Sehenswürdigkeiten gehören die Franziskanerkirche, der neu gestaltete Hauptplatz mit Renaissance-Rathaus, Turm, Pestsäule und Wasserspiel, die Domkirche, das Judenviertel mit Synagoge und Turm, der Wasserturm, der Stadtpark, die Piramida (Stadthügel), weitere Plätze sowie der Stadtteil Lent mit dem Haus der Alten Rebe. Die über 450 Jahre alte Rebe gilt laut Guinnessbuch der Rekorde als älteste Rebe der Welt. Das Haus der Alten Rebe (mit Drau-Mosaik) ist zugleich vielbesuchtes Infozentrum, Vinothek, Ausstellungs- und Veranstaltungsraum. Der wertvolle Wein der Alten Rebe kann nicht käuflich erworben werden, er wird von der Stadt Maribor an bedeutende Gäste wie u.a. Bill Clinton oder Papst Benedikt verschenkt. In zahlreichen Museen und Galerien oder dem Slowenischen Nationaltheater kann man unverfälschte Kulturerlebnisse genießen. Weitere, aktuelle Informationen zu Maribor findet man auf der Webseite: www.visitmaribor.si

Fani&Rozi – Bed and Breakfast

Die größte Auswahl an Unterkünften (inklusive Jugendherberge, Camping, Glamping, Hostels, Pensionen und Hotels in der Erlebnisregion findet ihr unter https://www.visitmaribor.si/de/unterkuenfte-und-angebote. Unsere Empfehlung: Das kleine und feine B&B Fani&Rozi an der Drau-Promenade direkt neben dem bekannten Puppentheater im Minoritenkloster mit Kirche. Katja Kolar, Tochter des bekannten slowenischen Schriftstellers Andrej Brvar führt das neue eröffnete B&B seit Sommer 2020. Im renovierten Haus ihrer Urgroßmutter & Großmutter befinden sich je zwei hochwertige Appartements für 1-3 Personen sowie zwei Suiten für 1-4 Personen. Ein reichhaltiges Frühstück wird im angeschlossenen Café serviert, dass ein Freund der Familie betreibt und auch von außerhalb gerne aufgesucht wird. Auf der Freifläche vor dem Café soll es zukünftig auch kulturelle Veranstaltungen wie Lesungen & Konzerte geben. www.fani-rozi.si

© Saša Huzjak / SHtudio.eu

Restaurant 7 – Gehobene Gastronomie

Die Metropole der Untersteiermark ist eine Schatzkammer guten Weins (vor allem edle Weißweine) und exzellenter Küche. Über das Touristische Informationszentrum TIC kann man den Mariborer Wein- und Kulinarikweg mit unterschiedlichen Angeboten entdecken. Zum Paket gehören Stationen wie das Gasthaus Pri treh ribnikih, das Gasthaus Gostilna Maribor, das Haus der Alten Rebe, das Restaurant 7 und der Weinkeller Vinag. Zu den Spezialitäten der Stadt und der Region zählen u.a. der Pohorje-Eintopf, Kartoffelsterz, getrockneter Schinken, der festliche Kuchen Bogeca und das Biskuit-Omelette. Zu beliebten Gastronomiebetrieben zählt neben der Brauerei Lobik auch das bosnische Balkanrestaurant Baščaršija Etno House. Nicht nur vom Guide Michelin, sondern nach einem ausgiebigen Besuch inklusive Fünf-Gänge-Degustationsmenü bedingungslos zu empfehlen: Das Restaurant 7 gegenüber vom Bahnhof in der Cafova ulica. Das VSGT (Vocational College For Catering And Tourism Maribor) ist eine von drei höheren Berufsschulen für Gastgewerbe und Wellness in Slowenien. Die Absolventen der VSGT haben seit Ende der 1990er Jahre mehr als 100 nationale und internationale Auszeichnungen in Wettbewerben errungen. Bei unserem Besuch im hauseigenen Restaurant 7 spiegelte sich ihr exzellentes Wissen, die innovative Kreativität und die zuvorkommende Gastlichkeit zwischen Suppe und Dessert wider: Chanterelle consomme, Mangalitsa chop und Apricot symphony ließen keine Wünsche offen. Dazu gab es wissenswerte Informationen und einen kleinen Rundgang durch Mentor Denis Smerkolj. www.vsgt-mb.si

Weinkeller Vinag

Und auch der Weinkeller Vinag im Zentrum nah beim Denkmal Spomenik NOB (für gefallene NS-Widerstandskämpfer) am TRG svobode ist ein Muss, wovon mich Tourist Guide Petra Arnus bei einer individuellen Führung überzeugt. Es ist einer der größten tunnelförmigen Weinkeller Europas, dessen ältester Teil mit einer Fläche von 15.000 m2 und 2,1 km langen unterirdischen Tunneln bereits 1847 erbaut wurde. Holzfässer, Betont- und Metalltanks sowie zahlreiche Flaschen mit Weinpatina haben ein Gesamtvolumen von drei Millionen Litern! Und erzählen inklusive dem vorhandenen Weinarchiv von 1946-2012 eine beeindruckende Geschichte. Selbstverständlich kann man in der Unterwelt eine Besichtigung mit einer Weinverkostung (u.a. Chardonny Superior Stajerska Slovenija, Rumeni Muskat und Sauvignon) und Weinkauf kombinieren. https://www.facebook.com/pages/category/Winery-Vineyard/VINAG-1847-110181770472036/

Foto: Vid Ponikvar / Sportida

Die schnellste und einfachste Verbindung mit PKW, Bus oder Bahn von Maribor nach Udine führt über Ljubljana und Triest.

Udine/Italien

Die Stadt Tiepolos

Udine ist eine lebendige Universitätsstadt mit knapp 100.000 Einwohnern im Nordosten Italiens in der Region Friaul-Julisch Venetien. Sie ist von Österreich und Slowenien aus gleichermaßen gut zu erreichen. Udine lässt sich selbständig (mit Udine Audioguida) oder zusammen mit einer versierten, deutschsprachigen Gästeführerin wie Frau Annalisa Cadel (Buchung via Udine Infopoint) entdecken. Zu den Top-Sehenswürdigkeiten der venezianisch geprägten Altstadt zählen die Piazza della Libertà mit Gebäude aus der Renaissance. Dann das auf einem Hügel gelegene Schloss mit mehreren Museen, Bogengang und Kirche. Es bietet einen tollen Blick auf die Stadt und die umliegenden Berge. Daneben das Palazzo Del Monte Di Pietà e Cappella, diverse adelige Paläste und die Piazza Matteotti mit der Kirche von San Giacomo. Dazu noch der Dom mit barockem Interieur und die Kirche Oratorio Della Purità. Und nicht zuletzt das Diözesanmuseum mit Tiepolo-Galerien (bedeutendster venezianischer Maler des Barock und des Rokoko). Ein Museum mit religiöser dekorativer Kunst, künstlerischer Bibliothek und großartigen Werken von Tiepolo (1696-1770) und Caravaggio. Lohnenswert ist die Anschaffung der sogenannten FVG Card, die es für 48h oder 7 Tage gibt und die u.a. immer freien Eintritt in die wichtigsten Museen gewährt. Weitere aktuelle Informationen zu Udine findet man auf der Webseite: www.turismofvg.it

Piazza San Giacomo

Astoria Hotel Italia

Mit Tradition stilvoll übernachten und speisen. Das Astoria Hotel Italia mit seinem Ristorante Astoria Italia gehört bezüglich Übernachtung/Gastronomie zweifelsohne zu den Top-Adressen in Udine. Im Stadtzentrum an der Piazza XX Settembre, 24, gelegen, erreicht man die Sehenswürdigkeiten vom heutigen Stadtmarkt aus innerhalb weniger Minuten gut zu Fuß. „Unser 4*-Hotel basiert auf den drei Säulen Hotel, Restaurant und Congress Center für Tagungen und Veranstaltungen“ erzählt Marketing-Chefin Marzia Busi bei unserem Gespräch. “Die Lage in unmittelbarer Nähe zur Fußgängerzone macht es für Touristen und Geschäftsreisende gleichermaßen interessant. Sehenswürdigkeiten, die Universität, das Fußballstadion und der Bahnhof liegen in perfekter Reichweite“. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts ist das Gebäude ein elegantes Hotel mit entsprechendem Zimmerangebot. „Zum Unternehmen gehört heute auch das 3*-Hotel Friuli“ und die zwei angeschlossenen Restaurants, die sich vor allem durch typische, regionale Küche auszeichnen. Dank erfahrener Küchenchefs und Sommeliers, die zu friaulischen, italienischen und internationalen Gerichten für eine passende Weinauswahl sorgen, wird das Astoria den verschiedensten Anlässen gerecht. Zu den kulinarischen Höhepunkten zählen: Timbale von schwarzem Reis und geschmorte Tintenfische, Tagliatelle-Törtchen mit neuen Zucchini und S. Daniele-Konfetti, Karnische CJarsons sowie Blanc Manger mit Waldfrüchten. www.hotelastoria.udine.it

Osteria Pieri Mortadele

Der Gastro-Führer „Strade Vino E Sapori“ listet für Udine insgesamt 11 empfohlene und ausgezeichnete Restaurants/Gaststätten auf, darunter die Osteria Aquila Nera, die Trattoria Osteria Antica Maddalena und das Ristorante Vitello d´Oro. Unser Tipp ist jedoch ein anderer: Die Osteria Pieri Mortadele in der Via Bartolini 8. Die von Paolo Genuzio und Luca Merlino geführte Weinbar mit Außenbereich ist besonders bei Einheimischen beliebt, was vor allem an dem hervorragenden Speiseangebot liegt. Die Auswahl einer Art Hausplatte zur Probe überlasse ich nach unserem interessanten Gespräch Mitarbeitet Claudio ´Calo´ Maggioni. Und was er dann bringt, haut mich schlichtweg um, in punkto Quantität und Qualität: Mortadella (die beste die ich jemals gegessen habe), Pancetta (Bauchspeck), San Daniele Schinken, Ossocollo (Schweinenacken), Sopressate (Trockensalami) und zwei Sorten Käse aus der umliegenden Provinz lassen keine Wünsche offen. Und auf Weine aus der Region verstehen sie sich hier sowieso! www.pierimortadele.com

Nonino-Destillate

Eine weitere Attraktion: Nonino. Die Kunst des Destillierens ist seit 1897 Privileg der Familie Nonino. Vom nahen Percoto aus begründet man den internationalen Ruf des Familienbetriebes mit der Herstellung von Grappa. Seit 1933 findet man auch die beliebten Nonino-Liköre in der Produktfamilie. Silvia Nonino ist 1940 die erste Frau die nach dem Tod ihres Mannes die Destillerie leitet. Mit dem bis heute beliebten L´Aperitivo Nonino (seit 2018 als Botanical Drink vermarktet) und dem Amaro del Friuli trägt sie zum weiteren Erfolg der Firma bei. Seit 1967 präsentieren und verfeinern die Noninos den Grappa Monovitigno und engagieren sich vermehrt im Weinbau der Region. Seit den 1980er Jahren ergänzen Obstbrände das Portfolio und die drei Schwestern an der Unternehmensspitze schaffen 1992 einen zeitlosen, veganen Klassiker: Amaro Nonino Quintessentia. In den letzten 20 Jahren wurde die Familie zu internationalen Botschaftern des Grappa, zahlreiche ihrer Produkte im In- und Ausland hochdotiert prämiert. In Aperitifs und Cocktails findet die Produktpalette von Nonino in namhaften Bars und bei Veranstaltungen Verwendung, so zuletzt im Oktober auch beim Bar Convent Berlin 2020. www.grappanonino.it

Die Presserecherchen wurden unterstützt von TIC Maribor, speziell durch Frau Monika Hlevnjak von PromoTurismo FVG, speziell durch Frau Sandra Battigaglia.

Text: Frank Keil. Fotos: Frank Keil & PR

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