Jörg Walter und das Restaurant „Woll“ – ein Ort, an dem Gastfreundschaft gelebt wird

Wohlfühlen ist kein Zufall In einer Zeit, in der viele gastronomische Betriebe um Personal, Aufmerksamkeit und Gäste kämpfen, gibt es Orte, die leise, beständig – und mit echter Überzeugung – einen anderen Weg gehen. Einer davon liegt direkt an der deutsch-französischen Grenze: das Restaurant Woll, geführt von Jörg Walter. Seit 18 Jahren ist er dort Gastgeber, Gestalter und Geschichtenerzähler. Und das mit spürbarer Leidenschaft. Vom Rheingau auf die Spicherer Höhen Der gebürtige Unterfranke begann klassisch: Ausbildung zum Koch, Spezialisierung in der Pâtisserie, Stationen in renommierten Häusern wie der Traube Tonbach und im Rheingauer Kronenschlösschen. Immer auf der Suche nach Qualität, Tiefe und Entwicklung. Es folgten Jahre in der Spitzengastronomie, Erfahrungen im Service, ein Abschluss an der Hotelfachschule und internationale Eindrücke – etwa auf der Vinexpo in Bordeaux, wo er für das Deutsche Weininstitut den Service im Riesling-Zelt leitete. Und dann kam der Anruf eines alten Bekannten: Ein Restaurant nahe Saarbrücken suche jemanden mit Vision – aber auch mit Mut. „Ich hab mir das angeschaut, und ehrlich: Wenn ich vorher gewusst hätte, wie bekannt das Haus ist, hätte ich vielleicht gezögert. Aber dann hab ich gesagt: Ich mach das jetzt. Ich will Verantwortung übernehmen, etwas bewegen“, erinnert sich Walter. Ein magischer Ort mit Geschichte Das Restaurant Woll liegt auf den Spicherer Höhen – genau auf französischem Gebiet, unmittelbar hinter der Grenze zu Saarbrücken. Ein geschichtsträchtiger Ort mit weiten Blicken, offenem Horizont und besonderer Atmosphäre. „Es ist ein magischer Ort – das sage ich ohne Pathos“, sagt Walter. „Wenn der Tag mal anstrengend war, gehe ich raus, stelle mich an die Reeling, schaue in die Landschaft – und weiß, warum ich das hier mache.“ Die Geschichte des Hauses reicht bis ins Jahr 1897 zurück. Damals pilgerten die Saarbrücker nach der Einweihung der Kriegerdenkmäler auf die Spicherer Höhen – und ein weitsichtiger Gastronom nutzte den Besucherstrom, erwarb ein Grundstück auf dem ehemaligen Schlachtfeld und eröffnete ein Gasthaus. Heute ist das „Woll“ ein Restaurant mit Seele, in dem sich Tradition und Zeitgeist begegnen. Französische Küche mit Haltung Die Küche? Klar französisch – aber ungekünstelt. Keine modischen Eskapaden, sondern Klassiker mit Charakter. Crêpes, Flammkuchen, Schnecken, Münsterkäse in verschiedenen Varianten, hausgemachte Saucen, eine legendäre Artischocke mit Vinaigrette und Mayonnaise. „Wir haben fast nur Renner auf der Karte, keine Penner“, sagt Walter mit einem Lächeln. Die Speisekarte ist bewusst stabil. „Unsere Gäste wissen oft schon vor dem Ankommen, was sie essen möchten. Das schafft Vertrauen und Verlässlichkeit.“ Ergänzt wird das Angebot durch saisonale Gerichte und ein kleines Mittagsangebot – mit Flammkuchen, Salaten und Kuchen. Ausschließlich französische Weine runden das Konzept ab. Ein Team, das zusammenhält Nach dem altersbedingten Ausscheiden langjähriger Kollegen hat sich ein neues Küchenteam formiert. Fünf Köche, darunter ein erfahrener Mitarbeiter, der nun die Leitung übernommen hat. „Es funktioniert großartig. Die Energie ist da, der Respekt untereinander auch. Jeder gibt sein Bestes – und das merkt man.“ Personalprobleme? Keine. „Ich komme selbst von der Basis. Ich weiß, wie man sich fühlen möchte, wenn man zur Arbeit kommt – und wie man geht. Wer hier arbeitet, soll stolz sein, ein Teil dieses Hauses zu sein. Und das sind sie.“ Gäste, die bleiben – und wiederkommen Das Publikum im Woll ist handverlesen – nicht, weil es elitär ist, sondern weil es passt. Viele Stammgäste, viele Familien, viele Feiergesellschaften. An Wochenenden gibt es eine kostenlose Kinderbetreuung – ein echter Bonus für Eltern. „Unsere Gäste sind großartig. Liebenswert, aufmerksam, dankbar. Sie haben uns verdient – und wir sie auch.“ Wer das Restaurant besucht, spürt: Hier geht es um mehr als gutes Essen. Es geht um ein Lebensgefühl. Ein bisschen wie Urlaub – nur wenige Minuten von der Stadt entfernt, aber emotional in einer anderen Welt. „Viele sagen: Man fährt den Berg hoch, überquert die Grenze – und plötzlich ist alles anders. Genau so soll es sein.“ Und die Zukunft? „Ich wünsche mir für die Zukunft einfach die Gegenwart“, sagt Jörg Walter. Ein Satz, der hängen bleibt. Kein Streben nach Sternen, keine Expansionspläne. „Ich war Aufsteiger des Jahres, habe in Berlin gekocht, aber ein guter Ruf ist mir mehr wert als jede Plakette.“ Diesen Ruf hat er sich erarbeitet – mit seinem Team, seinen Gästen und einem Ort, den er Tag für Tag bewusst gestaltet. „Ich habe mich mit jeder Pflanze, jedem Stein hier verbunden. Ich sehe das wie mein Zuhause. Und wer hierherkommt, soll genau das spüren: dass es ein besonderer Ort ist – gemacht mit Herz und geführt mit Haltung.“ Location Restaurant Woll, 80 Rue des Hauteurs, 57350 Spicheren, Frankreich Link www.restaurant-woll.de

Kaffeemanufaktur Plaisir: Handwerk, Herkunft und Herzblut.

Leben, Leidenschaft und nachhaltige Zukunft. Wer die Manufaktur Plaisir besucht, merkt schnell: Hier geht es um mehr als nur eine Tasse Kaffee. In der Rösterei von Carsten und Nadine Schäfer in Schwalbach/Elm steht echter Genuss im Mittelpunkt – mit viel Leidenschaft, Wissen und einem tiefen Bewusstsein für die Herkunft der Bohnen. Was einst als kleines Nebenprojekt begann, ist heute eine der renommiertesten Kaffeemanufakturen im Saarland mit einer treuen Fangemeinde und direktem Draht zu den Produzenten in aller Welt. Vom Zufall zur Berufung Carsten Schäfers Weg zum Kaffee war alles andere als vorgezeichnet. „Ich mochte Kaffee früher überhaupt nicht“, erinnert er sich lachend. Erst über den beruflichen Hintergrund seines Vaters – der in der Gastronomie Kaffeemaschinen betreute – kam er mit dem Thema in Kontakt. Als gelernter Techniker reparierte Schäfer zunächst Maschinen, ehe ihn die Vielfalt und Tiefe des Produkts selbst packte. Es folgten Fortbildungen, SCAE Barista-Schulungen und eine Ausbildung zum Coffeologen. 2007 begann er, im kleinen Stil in einem Ladenlokal in Saarlouis zu rösten – anfangs nebenberuflich. Doch mit wachsender Begeisterung und steigender Nachfrage wurde aus der Leidenschaft bald ein Vollzeitjob. Heute führt er die Rösterei gemeinsam mit seiner Frau Nadine – mit einem klaren Fokus auf Qualität und Transparenz. Direkter Handel, echte Beziehungen Die Philosophie der Manufaktur basiert auf einem klaren Prinzip: Kaffee ist ein Naturprodukt – und seine Qualität beginnt am Ursprung. „Seit 2014 reisen wir regelmäßig in die Anbauländer, um die Bauern persönlich kennenzulernen, ihre Arbeit zu verstehen und direkt mit ihnen zusammenzuarbeiten“, erklärt Schäfer. Brasilien, Guatemala, Kolumbien, Kenia, Indien – überall dort hat er Produzenten besucht, Beziehungen aufgebaut und an der Entstehung seiner Kaffees mitgewirkt. „Wir möchten nicht nur exzellenten Kaffee einkaufen, sondern den Austausch fördern. Einige der Farmer waren sogar schon bei uns in Saarlouis zu Besuch – um zu sehen, was aus ihrem Produkt wird.“ Diese direkte Verbindung zahlt sich aus: Die Rösterei zahlt bewusst deutlich über Weltmarktniveau – nicht als Marketinggag, sondern aus Überzeugung. „Wir wollen, dass gute Arbeit fair entlohnt wird – und dass die Produzenten von ihrer Arbeit leben können“, sagt Schäfer. Auf teure Siegel verzichtet er bewusst: „Der direkte Kontakt ist für uns wertvoller als jedes Label.“ Rösten mit Präzision und Gefühl In der modernen Rösterei in Schwalbach-Elm arbeiten Schäfer und sein Team mit höchster Sorgfalt. Geröstet wird auf einem 30-Kilo-Röster – ergänzt durch kleinere Maschinen für Spezialchargen. Die Profile werden individuell angepasst, regelmäßig überarbeitet und mit einem feinen Gespür für Aromen entwickelt. „Kaffee ist wie Wein – je nachdem, wie er angebaut, aufbereitet und geröstet wird, kann er ganz unterschiedliche Aromen entfalten“, erklärt Schäfer. Im Sortiment finden sich rund 30 Sorten – von fruchtig-hellen Filtern bis zu kräftig-erdigen Espressos. „Ich definiere, wie der Kaffee schmecken soll – aber jeder empfindet ihn anders. Zum Glück. Sonst bräuchten wir nur eine Sorte.“ Kaffee erleben – nicht nur trinken Neben der Manufaktur mit angeschlossenem Café betreibt Carsten und Nadine auch das Café Plaisir, ein gemütliches Café in der Saarlouiser Engelstraße – ein Ort zum Probieren, Verweilen und Genießen. Besonders beliebt sind die regelmäßig stattfindenden Kaffeeseminare, bei denen Schäfer sein Wissen mit Begeisterung weitergibt. „Viele denken bei Kaffee nur an Schwarz, Heiß und Bitter. Aber das ist so, als würde man beim Wein sagen: Rot, alkoholisch, sauer. Kaffee kann so viel mehr sein – wenn man sich darauf einlässt.“ Vom Anbau über die Aufbereitung bis zur Zubereitung erklärt Schäfer, wie komplex und faszinierend Kaffee wirklich ist – mit vielen Aha-Momenten für die Teilnehmer. Regional verankert, überregional gefragt Die Kaffeemanufaktur Plaisir ist längst über die Grenzen des Saarlands hinaus bekannt. Erhältlich ist der Kaffee in zahlreichen Edeka-, Rewe- und Globus-Märkten, in der Gastronomie und im eigenen Onlineshop. Auch maßgeschneiderte Firmenkaffees – individuell gemischt und etikettiert – erfreuen sich wachsender Beliebtheit. „Kaffee ist ein tolles Geschenk, das fast jeder mag. Und wenn es dann auch noch gut gemacht ist, bleibt es im Gedächtnis“, sagt Schäfer. Sogar das Etikettendesign übernimmt das Team selbst – vom Rösten bis zur Verpackung entsteht hier alles in Handarbeit. Wachstum mit Verantwortung Trotz des Erfolgs bleibt Schäfer bodenständig. „Ich bin glücklich, wie sich alles entwickelt hat. Ich wollte nie der Größte sein – nur jemand, der guten Kaffee macht und Menschen dafür begeistert.“ Die steigenden Kaffeepreise sieht er als Chance: „Kaffee war viel zu lange zu billig. Wer Qualität will, muss bereit sein, fair zu bezahlen.“ Für die Zukunft wünscht sich Schäfer vor allem eines: mehr Bewusstsein. „Wer beim Wein auf Anbaugebiet, Jahrgang und Rebsorte achtet, sollte das beim Kaffee genauso tun. Denn auch hier steckt viel Handarbeit und Herzblut drin – von der Plantage bis zur Tasse.“ Locations Café Plaisir Saarlouis, Engelstraße 2, 66470 SaarlouisCafé Plaisir & Kaffeemanufaktur, Bachtalstraße 357, 66773 Schwalbach-Elm Link www.kaffeemanufaktur-plaisir.de

Der Kinne-Hof in Lebach

Leben, Leidenschaft und nachhaltige Zukunft. Inmitten der sanften Hügel von Lebach-Dörsdorf erstreckt sich der Kinne Hof, geführt von German und Barbara Nicolay.Wer das Hofgelände betritt, taucht ein in eine Welt, in der nicht nur Landwirtschaft betrieben wird, sondern in der sich Naturverbundenheit, Tierwohl und Genuss zu einem ganzheitlichen Konzept vereinen. Bereits die von üppigem Grün umrahmten Weiden und die weitläufigen Stallungen machen deutlich, dass hier mit Bedacht und einer ausgeprägten Wertschätzung für Umwelt und Tiere gearbeitet wird. „Wir möchten unseren Tieren ein artgerechtes Leben ermöglichen und gleichzeitig die Natur so schonend wie möglich behandeln“, sagt German Nicolay, während er eine Handvoll Heu betrachtet, das er selbst auf seinen Feldern geerntet hat. Dabei ist es für ihn selbstverständlich, kontinuierlich neue Methoden zu erproben, um Bodenfruchtbarkeit und Artenvielfalt zu erhalten: „Nachhaltige Landwirtschaft bedeutet für uns, dass wir ein echtes Miteinander schaffen – zwischen Mensch, Tier und Pflanze.“ Das Herzstück des Hofes bilden die Milchkühe, Mastrinder und Mastschweine, denen ausreichend Platz, Weidegang und Beschäftigungsmaterial angeboten wird. Ob auf den Weiden oder in den mit Stroh ausgestreuten Stallungen: Das Wohlbefinden der Tiere genießt oberste Priorität. German Nicolay (Landwirtschaftsmeister) und Barbara Nicolay (Landwirtschaftsmeisterin) „Tiere mit Würde zu halten, ist für uns keine Floskel, sondern eine ethische Verpflichtung, denn sie sorgen für unsere täglichen Mahlzeiten und sichern unseren Lebensunterhalt“, betont Barbara Nicolay die spürbar stolz auf ihre Herde blickt. Sie berichtet, dass sie durch den Einsatz hofeigener Futtermittel und eine möglichst geschlossene Kreislaufwirtschaft nicht nur Kosten und Ressourcen sparen, sondern vor allem unabhängig und transparent bleiben wollen. Um diese  Unabhängigkeit zu stärken und die regionale Wertschöpfung zu fördern, betreibt der Kinne-Hof einen eigenen Hofladen, in dem frische Produkte direkt vom Stall oder der Weide in die Verkaufstheke gelangen. Neben Fleisch- und Wurstwaren finden sich hier auch Eier, saisonales und regionales Obst und Gemüse sowie weitereregionale Produkte von Landwirten aus der Umgebung. Dank kurzer Transportwege bleibt die Qualität unverfälscht, und die Kundinnen und Kunden können sich persönlich von der Herkunft der Produkte überzeugen. Wer möchte, darf beim Einkauf auch einen Blick hinter die Kulissen werfen. So lädt der Kinne-Hof regelmäßig zu Hofführungen ein, um über die moderne Landwirtschaft aufzuklären und ein Verständnis für die Prozesse im Hintergrund zu vermitteln. Kinder sind hierbei besonders willkommen und können spielerisch erlernen, wie Lebensmittel entstehen und warum es sich lohnt, die Natur zu achten. „Unser Ziel ist es, ein Bewusstsein dafürzu schaffen, dass hochwertige Lebensmittel, Zeit, Sorgfalt und Verantwortung brauchen“, verrät German Nicolay, dem es wichtig ist, auch den jüngsten Besucherinnen und Besuchern zu zeigen, wie eng Gedeihen und Genießen miteinander verknüpft sind. Die Nachhaltigkeit ist auf dem Kinne-Hof ein großes Thema, an dem ständig weitergearbeitet wird. So werden Kleegras, Wildäsungsflächen und andere Zwischenfrüchte angebaut, um die Fruchtfolge auf den Äckern zu vergrößern und gleichzeitig hofeigene Futtermittel herzustellen. Die organische Düngung durch Mist und Gülle schließt dabei den Nährstoffkreislauf, während Hecken und Blühstreifen zusätzlichen Lebensraum für Insekten und Vögel bieten. Durch den respektvollen Umgang mit Ressourcen – von Wasser über Energie bis hin zu Saatgut – und das Bemühen, immer wieder neue, innovative Lösungen zu finden, positioniert sich der Kinne-Hof als zukunftsweisender Betrieb in der Region. Nicht zuletzt findet die Philosophie, dass Genuss und Umweltschutz keine Gegensätze sein müssen, unmittelbaren Ausdruck in den Produkten des Hofes. Wer sich eine saftige Scheibe der hofeigenen Wurstsorten gönnt oder ein Stück zartes Fleisch probiert, schmeckt unweigerlich die Hingabe, die in jede Produktionsstufe fließt. Was man am Ende mitnimmt, ist mehr als nur ein Einkaufskorb voll guter Lebensmittel. Es ist die Möglichkeit, wahre und echte Landwirtschaft zu erleben, in der man wieder einen Bezug zu seinen Lebensmitteln erhält. „Wenn unsere Kundinnen und Kunden den Unterschied schmecken und zugleich sehen, wie wir arbeiten und wie gut es unseren Tieren geht, dann haben wir unser Ziel erreicht“, fasst German Nicolay zusammen. DerKinne-Hof in Lebach-Dörsdorf ist damit nicht nur ein Vorzeigebeispiel für regionale Direktvermarktung, sondern vor allem ein Ort, an dem Herzblut und Verantwortungsbewusstsein täglich Hand in Hand gehen. Location Kinne-Hof, Lehmkaul 9b, 66822 Lebach-Dörsdorf Link www.kinne-hof.de

COMAME: Kaffeegenuss mit Charakter

In St. Ingbert gibt es einen Ort, an dem Kaffee weit mehr ist als nur ein Getränk – er ist Handwerk, Hingabe und gelebte Leidenschaft: die Kaffeerösterei Comame. Dahinter steht Ramon Bachmann, ein Unternehmer mit einem feinen Gespür für Qualität und Innovation, der die Kaffeekultur der Region auf ein neues Niveau hebt. Vom Studentenjob zur eigenen Rösterei Ramon Bachmanns Weg in die Kaffeewelt verlief ungewöhnlich. Während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre entdeckte er seine Faszination für die Gastronomie – insbesondere für die Welt des Kaffees. „Ich habe schnell gemerkt, wie viel Detailarbeit und Wissen in einem guten Kaffee steckt“, erzählt er. Besonders faszinierte ihn die Sensorik von Lebensmitteln, die schließlich seine Leidenschaft für das Rösten weckte. 2018 gründete er COMAME als Ein-Mann-Betrieb – mit einer klaren Vision, aber ohne große finanzielle Unterstützung. Von der ersten Bohne bis zur Verpackung übernahm er alles selbst. Heute ist COMAME eine feste Größe in der saarländischen Kaffeewelt und begeistert Genießer weit über die Region hinaus. Qualität mit Weitblick COMAME setzt auf zurückverfolgbare Lieferketten und enge Partnerschaften mit sorgfältig ausgewählten Produzenten. So stellt Ramon sicher, dass er seinen Kunden eine gute Qualität bieten kann. Gleichzeitig geht es ihm um nachhaltige Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Ein Beispiel: Statt regelmäßiger Fernreisen zu den Anbaugebieten investiert COMAME in langfristige, vertrauensvolle Kooperationen – ein Ansatz, der Effizienz mit Verantwortung verbindet. Mehr als nur Kaffee Doch COMAME ist nicht nur eine Rösterei. Es ist ein Ort des Genusses, der Inspiration und des Wissensaustauschs. In Workshops vermittelt Ramon sein Wissen über Kaffeezubereitung, Sensorik und Extraktion. „Viele sind überrascht, welchen Einfluss die richtige Zubereitung auf das Geschmackserlebnis hat“, erklärt er. Mit der Zeit entwickelte sich COMAME weiter – aus der hauseigenen Backstube entstand ein kleines, durchdachtes Frühstückskonzept, das sonntags mit frischen Backwaren begeistert. Dabei steht nicht die klassische Gastronomie im Fokus, sondern innovative kulinarische Konzepte, die perfekt zum hochwertigen Kaffee passen. Ein dynamisches Unternehmen mit Zukunft Heute wächst COMAME stetig weiter – mit einem engagierten Team, das eines verbindet: die Leidenschaft für großartigen Kaffee. „Jeder hier bringt sich mit Ideen ein, wir entwickeln uns ständig weiter. Diese Energie ist das Herzstück von COMAME“, sagt Ramon. Neben der Rösterei betreibt COMAME einen Store in Saarbrücken und ein Café auf dem Uni-Campus – Orte, an denen sich Menschen von außergewöhnlicher Kaffeequalität überzeugen können. Zudem transportieren zwei umgebaute Oldtimer für Caterings und Märkte das Konzept in dezentrale Lagen. Und die Zukunft? „Wir wissen noch nicht genau, wo die Reise hingeht – aber sie wird auf jeden Fall mit Kaffee zu tun haben“, sagt Ramon mit einem Lächeln. Kaffee erleben – bei COMAME Ob im Store in Saarbrücken, im Café auf dem Uni-Campus, auf Märkten und Caterings oder direkt in der Rösterei – wer COMAME entdecken möchte, hat viele Möglichkeiten. Besonders am Wochenende öffnet die Rösterei ihre Türen für den Werksverkauf und lädt zu einem genussvollen Kaffeeplausch ein. COMAME steht für authentischen Kaffeegenuss, Handwerk und Innovation – ein Ort für alle, die Kaffee nicht nur trinken, sondern erleben möchten. Location COMAME Rösterei, Amn Pottaschwald 1-3, 66386 St. IngbertCOMAME Store, Kappenstraße 3, 66111 Saarbrücken Link https://www.comame.de

Gräfinthaler Hof: Ein kulinarisches Juwel mit Tradition

Seit mehr als einem Jahrhundert steht der Gräfinthaler Hof für erstklassige Gastronomie und familiäre Gastfreundschaft. Inhaber Jörg Künzer führt das traditionsreiche Haus bereits in der fünften Generation und verbindet gekonnt klassische, französisch inspirierte Küche mit hochwertigen regionalen Zutaten. Ein Haus mit Geschichte Der Ursprung des Gräfinthaler Hofs reicht bis ins Jahr 1890 zurück, als Künzers Urgroßvater den Betrieb übernahm. Ursprünglich diente das heutige Gasthaus als Gesindehaus des nahegelegenen Klosters. Seitdem hat sich der Hof ständig weiterentwickelt, ohne seine Wurzeln zu verlieren. Heute ist er eine feste Institution in der Region und ein Treffpunkt für Genießer. Regionale Küche mit Raffinesse Jörg Künzer setzt auf erstklassige, regionale Zutaten, die je nach Saison frisch verarbeitet werden. Ob frisches Wild von heimischen Jägern, Lamm aus der Region oder saisonale Gemüsevariationen – hier wird auf Qualität und Nachhaltigkeit geachtet. Besonders beliebt ist Künzers Spezialität: Lammkarree mit Rosmarinkartoffeln und Gemüse, das ganzjährig auf der Karte zu finden ist. Themenwochen als kulinarische Highlights Der Gräfinthaler Hof begeistert seine Gäste regelmäßig mit besonderen Themenwochen, die saisonale Schwerpunkte setzen. Dazu gehören unter anderem: – Die **Hülsenfrüchte-Woche**, bei der Linsen, Erbsen und Bohnen aus regionalem Anbau die Hauptrolle spielen. – Die **Fischwoche**, in der frische Süßwasserfische wie Forelle, Zander und Karpfen serviert werden. – Die **Lammwoche** im Herbst, die Künzers Leidenschaft für hochwertiges Lammfleisch widerspiegelt. Familiäre Gastfreundschaft und Zukunftspläne Die sechste Generation steht bereits in den Startlöchern: Künzers Tochter, die ihre Ausbildung an der Hotelfachschule in Saarbrücken absolviert hat, bringt frische Ideen ein und sorgt mit modernen Ansätzen in den sozialen Medien für neue Impulse. Auch wenn Künzer selbst die Zukunft des Betriebs entspannt sieht, möchte er 2024 sein 30-jähriges Jubiläum mit einem besonderen Drei-Gänge-Menü für 30 Euro feiern. Ein kulinarisches Ziel für Genießer Der Gräfinthaler Hof liegt idyllisch und ist besonders im Sommer ein beliebtes Ziel für Ausflüge. Viele Gäste kommen gezielt hierher, um die hochgelobte Küche zu erleben. Ob Wanderer, Theaterbesucher der nahegelegenen Freilichtbühne oder Gäste der Therme in Bliesgau – sie alle schätzen die hohe Qualität und den persönlichen Service. Reservierung und Kontakt Aufgrund der hohen Nachfrage empfiehlt sich eine Reservierung, insbesondere an Wochenenden. Reservierungen nimmt das Team telefonisch entgegen, eine Online-Buchung ist derzeit nicht verfügbar. Ob für ein gemütliches Abendessen, eine standesamtliche Hochzeit oder ein festliches Familienessen – der Gräfinthaler Hof bietet erstklassige Küche, herzliche Gastfreundschaft und eine kulinarische Reise durch die Region. Ein Muss für Feinschmecker und alle, die gutes Essen zu schätzen wissen! Location Gräfinthaler Hof, Gräfinthal 6, 66399 Mandelbachtal Link https://www.graefinthaler-hof.de

Zwischen Steampunk, Spirituosen und Seele: Die Nautilus-Bar in Saarbrücken

Eine Bar, die keine sein will. Wenn ein gelernter Patissier seine Leidenschaft für das Handwerk mit einer gehörigen Portion Neugier, Kreativität und Kupferrohren verbindet, entsteht etwas ganz Besonderes – wie die Nautilus-Bar von Ralph Nermerich. Nermerich ist kein Barkeeper im klassischen Sinn – er ist Tüftler, Handwerker, Gastgeber mit Haltung. Sein Weg führte ihn von der Sterneküche über Franchisesysteme bis in die kreative Freiheit der Selbstständigkeit. Heute betreibt er die Nautilus-Bar in Saarbrücken – eine Bar, die mehr ist als nur ein Ort für Drinks: Sie ist Wohnzimmer, Begegnungsstätte und geschmackliches Labor zugleich. Steampunk trifft Wohnzimmer Die Nautilus ist durchdesignt – nicht von Innenarchitekten, sondern vom Chef selbst. Kupferrohre ziehen sich durch den Raum, transportieren Strom, vernetzen Technik – und prägen gleichzeitig die Ästhetik. Die Bar ist von Steampunk-Elementen durchzogen, ohne dabei verkleidet zu wirken. Alles hat Funktion, Bedeutung und eine klare Haltung. „Ich bin Hobbyhandwerker – und das meiste hier ist selbst gebaut. Ich brauche keine Tischlerwerkstatt, sondern Mut zur Idee und ein bisschen handwerkliches Geschick“, sagt Nermerich. Der Raum ist durchdacht: Keine Stehplätze, kein Tresen zum Herumlungern, keine Rempeleien. Stattdessen gibt es nur Sitzplätze – ganz wie in einem Restaurant. „Hier soll niemand gehetzt trinken. Das ist ein Ort zum Sitzen, Reden, Genießen.“ Musik gibt es – aber nur so laut, dass man sich noch versteht. Die Nautilus ist bewusst kein Partyladen. Eher ein Wohnzimmer mit Baranschluss – für Juristen, Punks, Kreative, Genießer und alle dazwischen. Cocktails mit Geduld – und Philosophie In der Nautilus wird nichts „geshaked“, nur um des Spektakels willen. Manche Cocktails brauchen Tage, bis sie fertig sind. Nermerich beschreibt seine Arbeitsweise als kulinarisch – und tatsächlich erinnern viele seiner Kreationen eher an Küchenprozesse als an klassische Barkunst. Da wird Bacon ausgelassen, Bourbon darauf angesetzt, tagelang bei Raumtemperatur gelagert, eingefroren, gefiltert. Safran wird in weißer Schokolade gelöst, um die Aromen zu binden. Pina Coladas werden mit Milch geklärt, um eine kristallklare, aber vollmundige Version zu schaffen. „Ich denke Cocktails wie ein Koch – sie müssen immer gleich schmecken, unabhängig vom Tag oder Personal. Geschmack ohne Zufall.“ Diesen Anspruch bringt Nermerich inzwischen auch in die Gastronomie: Er liefert vorproduzierte Cocktails an andere Betriebe, die diese einfach auf Eis zapfen – immer gleichbleibend, ohne Barkeeper, aber mit voller Aromatik. „Wie ein Mini-Franchise – aber ohne Gebühren, ohne Verpflichtungen.“ Beratung statt Barkarte Viele Gäste verstehen die Karte nicht – und das ist Teil des Plans. Denn die Nautilus setzt auf persönliche Beratung statt plumper Getränkelisten. „Ich setze mich an den Tisch, frage, in welche Richtung es gehen soll – und finde dann was Passendes. Das braucht ein paar Minuten – aber es lohnt sich.“ Wer tiefer eintauchen will, kann das beim sogenannten „betreuten Trinken“ tun – ein Tasting, bei dem Nermerich kleine Gruppen durch die Welt von Rum, Whisky oder ungewöhnlichen Cocktails führt. Ganz ohne PowerPoint, aber mit viel Wissen, Humor und Gefühl. „Ich nenne es betreutes Trinken – weil ich begleite. Aber die Leute sollen sich auch einfach unterhalten und Spaß haben.“ Verbindungen statt Verkäufe Was bleibt, ist nicht nur ein guter Drink – sondern ein Gefühl. Nermerich beschreibt seine Bar als Ort für Verbindungen. Freundschaften entstehen, Pärchen lernen sich kennen, Ideen werden geboren. „Ich hatte Leute, die sich hier kennengelernt und später gemeinsam ein Musikprojekt gestartet haben. Oder Gäste, die am nächsten Tag zusammen frühstücken waren. Das ist das, was für mich zählt.“ Die Nautilus hat dabei keinen klassischen Öffnungsrhythmus – sondern lebt im Takt ihrer Gäste. Mal geht’s unter der Woche bis Mitternacht, mal sitzt man bis zwei Uhr morgens zusammen. „Ich bin fast immer selbst da – unter der Woche alleine, am Wochenende mit Aushilfe. Ich mache die Produktionen, setze an, berate, bin Gastgeber.“ Was kommt? Und was bleibt. Auch wenn Nermerich regelmäßig über Umbauten nachdenkt – eine zweite Bar oder ein weiteres Konzept ist ausgeschlossen. „Expansion ist nicht mein Ding. Die Nautilus funktioniert nur durch die persönliche Bindung. Und das geht nicht doppelt.“ Was aber wächst, ist die Idee des vorgefertigten Cocktailsystems für andere Gastronomiebetriebe. Inklusive Technik, Service und Support – aber eben ohne großes Brimborium. Trotz allem bleibt der Blick realistisch. Die Gastrobranche kämpft, viele Betriebe müssen Coronahilfen zurückzahlen, das Konsumverhalten verändert sich. Aber Nermerich glaubt an Qualität, Klarheit – und an seine Community. Und die wächst. Location Nautilus Bar, Försterstraße 17, 66111 Saarbrücken Link https://www.instagram.com/nautilus.bar.sb

Fastfoodliebe im Herzen von Saarbrücken: Ein Besuch bei Dan und Daniel

Wenn man in Saarbrücken nach einem authentischen Fast-Food-Erlebnis sucht, kommt man an Dan und Daniel nicht vorbei. Die beiden Küchenchefs und Inhaber von Munchie Corner vereinen in ihrem Konzept Leidenschaft, Handwerkskunst und den Charme der offenen Küche. Zwei Wege, eine Leidenschaft Dan, gebürtiger Saarbrücker, verließ seine Heimat, um in Hamburg eine Ausbildung zum Koch zu absolvieren. Dort entdeckte er seine Liebe zu offenen Küchen, in denen Transparenz und der direkte Kontakt mit den Gästen im Fokus stehen. Nach Jahren in der Hansestadt kehrte er ins Saarland zurück und arbeitete mit Daniel in einem Foodtruck – der Beginn einer erfolgreichen Zusammenarbeit. Daniel hingegen ist Quereinsteiger. Seine ersten Schritte machte er in der bekannten Wurstwirtschaft Kalinski, wo er seine Passion für die Gastronomie entdeckte. Gemeinsam mit Dan und mit Unterstützung von Kalinski realisierte er schließlich den Traum eines eigenen Ladens. Der Weg zum eigenen Laden „Unser Laden ist unser Baby“, sagen beide. Die Eröffnung war ein Kraftakt: Alle Renovierungsarbeiten wurden in Eigenarbeit umgesetzt, unterstützt von Freunden und Kollegen aus der Saarbrücker Gastronomie. „Hier in Saarbrücken gibt es wenig Konkurrenzdenken. Wir unterstützen uns gegenseitig“, betont Dan. Vieles, was sie heute auszeichnet, haben sie durch ihre Erfahrungen bei Kalinski gelernt. Doch neben handwerklichen Herausforderungen gab es auch die üblichen Hürden der Selbstständigkeit: Buchhaltung, Management und der Aufbau eines treuen Kundenstamms. Gerade in diesen Bereichen konnten sie auf die langjährige Erfahrung und Unterstützung ihrer Kollegen von Kalinski bauen. Die Aufgaben teilen sie sich klar auf: Während Daniel sich um die organisatorischen Belange kümmert, ist Dan die prägende Persönlichkeit im Tagesgeschäft und als Küchenchef für die Kulinarik verantwortlich. Warum Fast Food? „Wir sind leidenschaftliche Fast-Food-Fans“, gibt Daniel zu. „Einfach, ehrlich und auf den Punkt gebracht.“ Statt auf überladene Kreationen setzen die beiden auf perfekte Zutaten und klare Aromen. Der Smash Burger – ein Trend aus den USA – steht dabei im Mittelpunkt. „In Saarbrücken kommen Trends immer ein bisschen später an. Es war höchste Zeit für Smash Burger“, sagt Dan. Specials und Abwechslung Neben einer beständigen Speisekarte sorgen wechselnde Monats-Specials für Abwechslung. „Wir wollen unsere Kreativität ausleben und die Gäste immer wieder mit neuen Ideen überraschen“, erklärt Daniel. Aktuell sorgt d sChicken-Waffle-Sandwich für Aufsehen: Zwei Waffeln, knuspriges Fried Chicken, Sriracha-Honig-Mayo, Lauchzwiebeln und geschmolzener Käse – eine Kombination, die begeistert. Ein Treffpunkt für Fast-Food-Liebhaber Der Laden spiegelt die Philosophie der Betreiber wider: urban, authentisch, einladend. „Wir wollen, dass die Leute sich hier wohlfühlen und spüren, dass hier Herzblut drinsteckt“, sagt Dan. Die offene Küche, die handgemachten Burger und das wechselnde Angebot machen den Besuch zu einem Erlebnis. Fazit Dan und Daniel haben mit dem Munchie Corner eine neue Anlaufstelle für Fast-Food-Fans in Saarbrücken geschaffen. Ihre Mischung aus handwerklichem Anspruch, Kreativität und Bodenständigkeit ist ein Gewinn für die lokale Gastronomieszene. „Am besten einfach vorbeikommen und selbst ausprobieren“, laden die beiden abschließend ein. Und dem kann man sich nur anschließen. Location Munchie Corner, Bleichstraße 1a, 66111 Saarbrücken Link https://www.instagram.com/munchie.corner