Kaffeemanufaktur Plaisir: Handwerk, Herkunft und Herzblut.

Leben, Leidenschaft und nachhaltige Zukunft. Wer die Manufaktur Plaisir besucht, merkt schnell: Hier geht es um mehr als nur eine Tasse Kaffee. In der Rösterei von Carsten und Nadine Schäfer in Schwalbach/Elm steht echter Genuss im Mittelpunkt – mit viel Leidenschaft, Wissen und einem tiefen Bewusstsein für die Herkunft der Bohnen. Was einst als kleines Nebenprojekt begann, ist heute eine der renommiertesten Kaffeemanufakturen im Saarland mit einer treuen Fangemeinde und direktem Draht zu den Produzenten in aller Welt. Vom Zufall zur Berufung Carsten Schäfers Weg zum Kaffee war alles andere als vorgezeichnet. „Ich mochte Kaffee früher überhaupt nicht“, erinnert er sich lachend. Erst über den beruflichen Hintergrund seines Vaters – der in der Gastronomie Kaffeemaschinen betreute – kam er mit dem Thema in Kontakt. Als gelernter Techniker reparierte Schäfer zunächst Maschinen, ehe ihn die Vielfalt und Tiefe des Produkts selbst packte. Es folgten Fortbildungen, SCAE Barista-Schulungen und eine Ausbildung zum Coffeologen. 2007 begann er, im kleinen Stil in einem Ladenlokal in Saarlouis zu rösten – anfangs nebenberuflich. Doch mit wachsender Begeisterung und steigender Nachfrage wurde aus der Leidenschaft bald ein Vollzeitjob. Heute führt er die Rösterei gemeinsam mit seiner Frau Nadine – mit einem klaren Fokus auf Qualität und Transparenz. Direkter Handel, echte Beziehungen Die Philosophie der Manufaktur basiert auf einem klaren Prinzip: Kaffee ist ein Naturprodukt – und seine Qualität beginnt am Ursprung. „Seit 2014 reisen wir regelmäßig in die Anbauländer, um die Bauern persönlich kennenzulernen, ihre Arbeit zu verstehen und direkt mit ihnen zusammenzuarbeiten“, erklärt Schäfer. Brasilien, Guatemala, Kolumbien, Kenia, Indien – überall dort hat er Produzenten besucht, Beziehungen aufgebaut und an der Entstehung seiner Kaffees mitgewirkt. „Wir möchten nicht nur exzellenten Kaffee einkaufen, sondern den Austausch fördern. Einige der Farmer waren sogar schon bei uns in Saarlouis zu Besuch – um zu sehen, was aus ihrem Produkt wird.“ Diese direkte Verbindung zahlt sich aus: Die Rösterei zahlt bewusst deutlich über Weltmarktniveau – nicht als Marketinggag, sondern aus Überzeugung. „Wir wollen, dass gute Arbeit fair entlohnt wird – und dass die Produzenten von ihrer Arbeit leben können“, sagt Schäfer. Auf teure Siegel verzichtet er bewusst: „Der direkte Kontakt ist für uns wertvoller als jedes Label.“ Rösten mit Präzision und Gefühl In der modernen Rösterei in Schwalbach-Elm arbeiten Schäfer und sein Team mit höchster Sorgfalt. Geröstet wird auf einem 30-Kilo-Röster – ergänzt durch kleinere Maschinen für Spezialchargen. Die Profile werden individuell angepasst, regelmäßig überarbeitet und mit einem feinen Gespür für Aromen entwickelt. „Kaffee ist wie Wein – je nachdem, wie er angebaut, aufbereitet und geröstet wird, kann er ganz unterschiedliche Aromen entfalten“, erklärt Schäfer. Im Sortiment finden sich rund 30 Sorten – von fruchtig-hellen Filtern bis zu kräftig-erdigen Espressos. „Ich definiere, wie der Kaffee schmecken soll – aber jeder empfindet ihn anders. Zum Glück. Sonst bräuchten wir nur eine Sorte.“ Kaffee erleben – nicht nur trinken Neben der Manufaktur mit angeschlossenem Café betreibt Carsten und Nadine auch das Café Plaisir, ein gemütliches Café in der Saarlouiser Engelstraße – ein Ort zum Probieren, Verweilen und Genießen. Besonders beliebt sind die regelmäßig stattfindenden Kaffeeseminare, bei denen Schäfer sein Wissen mit Begeisterung weitergibt. „Viele denken bei Kaffee nur an Schwarz, Heiß und Bitter. Aber das ist so, als würde man beim Wein sagen: Rot, alkoholisch, sauer. Kaffee kann so viel mehr sein – wenn man sich darauf einlässt.“ Vom Anbau über die Aufbereitung bis zur Zubereitung erklärt Schäfer, wie komplex und faszinierend Kaffee wirklich ist – mit vielen Aha-Momenten für die Teilnehmer. Regional verankert, überregional gefragt Die Kaffeemanufaktur Plaisir ist längst über die Grenzen des Saarlands hinaus bekannt. Erhältlich ist der Kaffee in zahlreichen Edeka-, Rewe- und Globus-Märkten, in der Gastronomie und im eigenen Onlineshop. Auch maßgeschneiderte Firmenkaffees – individuell gemischt und etikettiert – erfreuen sich wachsender Beliebtheit. „Kaffee ist ein tolles Geschenk, das fast jeder mag. Und wenn es dann auch noch gut gemacht ist, bleibt es im Gedächtnis“, sagt Schäfer. Sogar das Etikettendesign übernimmt das Team selbst – vom Rösten bis zur Verpackung entsteht hier alles in Handarbeit. Wachstum mit Verantwortung Trotz des Erfolgs bleibt Schäfer bodenständig. „Ich bin glücklich, wie sich alles entwickelt hat. Ich wollte nie der Größte sein – nur jemand, der guten Kaffee macht und Menschen dafür begeistert.“ Die steigenden Kaffeepreise sieht er als Chance: „Kaffee war viel zu lange zu billig. Wer Qualität will, muss bereit sein, fair zu bezahlen.“ Für die Zukunft wünscht sich Schäfer vor allem eines: mehr Bewusstsein. „Wer beim Wein auf Anbaugebiet, Jahrgang und Rebsorte achtet, sollte das beim Kaffee genauso tun. Denn auch hier steckt viel Handarbeit und Herzblut drin – von der Plantage bis zur Tasse.“ Locations Café Plaisir Saarlouis, Engelstraße 2, 66470 SaarlouisCafé Plaisir & Kaffeemanufaktur, Bachtalstraße 357, 66773 Schwalbach-Elm Link www.kaffeemanufaktur-plaisir.de

Der Kinne-Hof in Lebach

Leben, Leidenschaft und nachhaltige Zukunft. Inmitten der sanften Hügel von Lebach-Dörsdorf erstreckt sich der Kinne Hof, geführt von German und Barbara Nicolay.Wer das Hofgelände betritt, taucht ein in eine Welt, in der nicht nur Landwirtschaft betrieben wird, sondern in der sich Naturverbundenheit, Tierwohl und Genuss zu einem ganzheitlichen Konzept vereinen. Bereits die von üppigem Grün umrahmten Weiden und die weitläufigen Stallungen machen deutlich, dass hier mit Bedacht und einer ausgeprägten Wertschätzung für Umwelt und Tiere gearbeitet wird. „Wir möchten unseren Tieren ein artgerechtes Leben ermöglichen und gleichzeitig die Natur so schonend wie möglich behandeln“, sagt German Nicolay, während er eine Handvoll Heu betrachtet, das er selbst auf seinen Feldern geerntet hat. Dabei ist es für ihn selbstverständlich, kontinuierlich neue Methoden zu erproben, um Bodenfruchtbarkeit und Artenvielfalt zu erhalten: „Nachhaltige Landwirtschaft bedeutet für uns, dass wir ein echtes Miteinander schaffen – zwischen Mensch, Tier und Pflanze.“ Das Herzstück des Hofes bilden die Milchkühe, Mastrinder und Mastschweine, denen ausreichend Platz, Weidegang und Beschäftigungsmaterial angeboten wird. Ob auf den Weiden oder in den mit Stroh ausgestreuten Stallungen: Das Wohlbefinden der Tiere genießt oberste Priorität. German Nicolay (Landwirtschaftsmeister) und Barbara Nicolay (Landwirtschaftsmeisterin) „Tiere mit Würde zu halten, ist für uns keine Floskel, sondern eine ethische Verpflichtung, denn sie sorgen für unsere täglichen Mahlzeiten und sichern unseren Lebensunterhalt“, betont Barbara Nicolay die spürbar stolz auf ihre Herde blickt. Sie berichtet, dass sie durch den Einsatz hofeigener Futtermittel und eine möglichst geschlossene Kreislaufwirtschaft nicht nur Kosten und Ressourcen sparen, sondern vor allem unabhängig und transparent bleiben wollen. Um diese  Unabhängigkeit zu stärken und die regionale Wertschöpfung zu fördern, betreibt der Kinne-Hof einen eigenen Hofladen, in dem frische Produkte direkt vom Stall oder der Weide in die Verkaufstheke gelangen. Neben Fleisch- und Wurstwaren finden sich hier auch Eier, saisonales und regionales Obst und Gemüse sowie weitereregionale Produkte von Landwirten aus der Umgebung. Dank kurzer Transportwege bleibt die Qualität unverfälscht, und die Kundinnen und Kunden können sich persönlich von der Herkunft der Produkte überzeugen. Wer möchte, darf beim Einkauf auch einen Blick hinter die Kulissen werfen. So lädt der Kinne-Hof regelmäßig zu Hofführungen ein, um über die moderne Landwirtschaft aufzuklären und ein Verständnis für die Prozesse im Hintergrund zu vermitteln. Kinder sind hierbei besonders willkommen und können spielerisch erlernen, wie Lebensmittel entstehen und warum es sich lohnt, die Natur zu achten. „Unser Ziel ist es, ein Bewusstsein dafürzu schaffen, dass hochwertige Lebensmittel, Zeit, Sorgfalt und Verantwortung brauchen“, verrät German Nicolay, dem es wichtig ist, auch den jüngsten Besucherinnen und Besuchern zu zeigen, wie eng Gedeihen und Genießen miteinander verknüpft sind. Die Nachhaltigkeit ist auf dem Kinne-Hof ein großes Thema, an dem ständig weitergearbeitet wird. So werden Kleegras, Wildäsungsflächen und andere Zwischenfrüchte angebaut, um die Fruchtfolge auf den Äckern zu vergrößern und gleichzeitig hofeigene Futtermittel herzustellen. Die organische Düngung durch Mist und Gülle schließt dabei den Nährstoffkreislauf, während Hecken und Blühstreifen zusätzlichen Lebensraum für Insekten und Vögel bieten. Durch den respektvollen Umgang mit Ressourcen – von Wasser über Energie bis hin zu Saatgut – und das Bemühen, immer wieder neue, innovative Lösungen zu finden, positioniert sich der Kinne-Hof als zukunftsweisender Betrieb in der Region. Nicht zuletzt findet die Philosophie, dass Genuss und Umweltschutz keine Gegensätze sein müssen, unmittelbaren Ausdruck in den Produkten des Hofes. Wer sich eine saftige Scheibe der hofeigenen Wurstsorten gönnt oder ein Stück zartes Fleisch probiert, schmeckt unweigerlich die Hingabe, die in jede Produktionsstufe fließt. Was man am Ende mitnimmt, ist mehr als nur ein Einkaufskorb voll guter Lebensmittel. Es ist die Möglichkeit, wahre und echte Landwirtschaft zu erleben, in der man wieder einen Bezug zu seinen Lebensmitteln erhält. „Wenn unsere Kundinnen und Kunden den Unterschied schmecken und zugleich sehen, wie wir arbeiten und wie gut es unseren Tieren geht, dann haben wir unser Ziel erreicht“, fasst German Nicolay zusammen. DerKinne-Hof in Lebach-Dörsdorf ist damit nicht nur ein Vorzeigebeispiel für regionale Direktvermarktung, sondern vor allem ein Ort, an dem Herzblut und Verantwortungsbewusstsein täglich Hand in Hand gehen. Location Kinne-Hof, Lehmkaul 9b, 66822 Lebach-Dörsdorf Link www.kinne-hof.de